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7 Fragen an … Gerhard Greiner

Ein Artikel von Bernhard Robotka
Foto: Bernhard Robotka

Foto: Bernhard Robotka

Namen werden in der Schauspielerei oft zu einem Synonym. Und so mancher Schauspieler ist unter seinem Filmnamen besser bekannt, als unter seinem richtigen Namen. So ergeht es auch Gerhard Greiner, der mitunter als Toni (Steiger) aus seiner Rolle in „Vier Frauen und ein Todesfall“ angesprochen wird.  Bei einem Besuch in seinem idyllischen Wohnort in Anthering und einem Glas selbstgemachtem Met erzählt er unter anderem von einem prägenden Wetteinsatz und seiner Mittelalterliebe.

1) Elektriker, Schauspieler, Sexualberater, Sozialpädagoge, Geschäftsführer einer Eventagentur, Kabarettist…
Was ist der gemeinsame Nenner aller Berufe?
Gewisse Berufe waren Durchlaufstationen und andere sind verschiedene Standbeine. Ich bin nach wie vor als Sozialpädagoge an Schulen unterwegs. Drehe und mache auch Regie. Den gemeinsamen Nenner gibt es nicht. Und dort, wo der Wind weht, dort setze ich mein Segel. Es ist angenehm, dass ich nicht auf etwas angewiesen bin und nur am Telefon sitze und warte, bis das nächste Rollenangebot kommt.

2) War die Schauspielerei schon in jungen Jahren ein Traumberuf?
Ich habe ursprünglich als Elektriker im Ausstellungszentrum gearbeitet und über mir hat ein Schauspieler gewohnt. Und der ist am Abend immer heim gekommen und hat von schweren Proben erzählt. Und der hat mit mir um eine Flasche Wein gewettet, dass ich zu feige bin, zu einem Vorsprechen zu gehen. Ich habe die Wette angenommen und den Wilhelm Tell vorgesprochen. Dann haben sie mich prompt im Schauspielhaus genommen.

3) Du bist in vielen Krimis vor der Kamera gestanden und bist seit 2005 fixes Teammitglied bei „Vier Frauen und ein Todesfall“. Sind dir die Krimis auf den Leib geschneidert?
Es werden am meisten Krimis gedreht und das ist purer Zufall. Eigentlich spiele ich alles, was die Regisseure mich spielen lassen. Und für Rosamunde Pilcher-Filme bin ich wahrscheinlich nicht der richtige Typ.

4) Wieviel Gerhard Greiner steckt in deinen Rollen?
Jede Rolle, die ich spiele, hat natürlich etwas mit mir zu tun. Ich schöpfe nur aus meiner eigenen Persönlichkeit. Manche Regisseure lassen mehr Spielraum zu, manche weniger. Aber ich bleibe ich.

5) Welche Rolle ist für dich ein Lebenstraum?
Sagen wir mal so: Ich habe einen Mittelaltervogel und in einem Ritterfilm würde ich gerne mitspielen, mit einem Schwert und Rüstung. Und ich bin auch begeisterter Bogenschütze. So etwas würde mich reizen.

6) Die Salzburger Festspiele und der Jedermann sind die kulturellen Highlights. Wärst du gerne beim Jedermann dabei?
Ich spiele heuer den Teufel und den Gesellen auf der Festung, also quasi bei der Gegenveranstaltung. Und da ich auf Burgen stehe, habe ich da gerne zugesagt.

7) Was macht den Flachgau für dich lebenswert?
Eigentlich bin ich ein Gebirgler aus dem Pongau, lebe aber seit 15 Jahren in Anthering. Ich bin ein Landei, liebe die bäuerliche Landschaft, die Natur, die Weite, die Hügel, die Seen, aber auch die Stadtnähe ist interessant.

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