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Bauen und Sanieren – Förderungen 2019

Für Wohnbau, gewerblichen Bau und energieeffizientes Bauen gibt es viele Förderungen – wenn man die Gesetzeslage im Blick hat. Ein Weg durch den (teilweise neuen) Förder-Dschungel.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Wer sich Eigentum anschafft, baut oder saniert, weiß, jeder Euro zählt. So manchen Euro kann man sich durch Förderungen wieder zurückholen – in Form von Zuschüssen, Wohnbeihilfe, Zinsbeihilfe oder Darlehen. Seit 01.01.2019 gilt eine neue Gesetzeslage zur Wohnbauförderung in Salzburg.

Wohnbauförderung des Landes Salzburg für private Haushalte
Die Wohnbauförderung für Kauf oder Hausbau fördert durch einen Zuschuss, der, wenn alle Förderungskonditionen eingehalten werden, nicht zurückgezahlt werden muss. Die förderbare Wohnnutzfläche für eine Person beträgt 55 m2, für zwei Personen 65 m2, für drei Personen 80 m2, für vier Personen 90 m2 und für jede weitere Person im Haushalt zusätzlich 10 m2. Das Höchstausmaß der förderbaren Wohnnutzfläche beträgt 150 Quadratmeter.
Gefördert wird der Erwerb einer neu errichteten Wohnung oder eines Hauses in der Gruppe im Bundesland Salzburg mit einer Grundförderung von maximal 8.000 Euro für Einzelpersonen, maximal 14.000 Euro für Familien beziehungsweise Alleinerziehende mit zwei Kindern. Zusätzlich sind individuelle Zuschläge möglich. Neu ist, dass nicht mehr die Schnellsten die besten Chancen haben, eine Förderung zu erhalten: Soziale und ökologische Kriterien beeinflussen die Reihung. So werden Familien mit Kindern, Alleinerziehende und die sogenannte wachsende Familie mit Kindern in Planung bevorzugt. Achtung: Die Zuschüsse, die der Einzelne erhalten kann, wurden für Bauprojekte auf je 26.000 Euro gekürzt, für Kaufprojekte gilt eine Obergrenze von 31.000 Euro!

Wesentliche Voraussetzungen für die Wohnbauförderung des Landes Salzburg:

  • Der Antrag auf Wohnbauförderung kann nur elektronisch eingereicht werden.
  • Das Förderansuchen muss spätestens 6 Monate nach Baubeginn gestellt werden.
  • Mindestens 10 Prozent Eigen- und 20 Prozent Fremdmittel bei der Finanzierung
  • Investitionssumme mindestens 100.000 Euro
  • Vorlage einer Meldebestätigung (Hauptwohnsitz)
  • Einverleibung des Pfandrechts und des Veräußerungsverbots im Grundbuch oder entsprechende Haftungserklärung des Treuhänders
  • Der Zuschuss wird nach der Übergabe/Fertigstellung im vereinbarten Zustand ausbezahlt.

Begünstigte Personen
Um eine Förderung für Kauf oder Hausbau zu erhalten, müssen die Förderungswerber als begünstigte Personen anerkannt werden, dazu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Volljährigkeit
  • Österreichische Staatsbürgerschaft oder dieser gleichgestellt
  • Nachweis des entsprechenden Wohnbedarfs
  • Begründung des Hauptwohnsitzes und ausschließliche regelmäßige Verwendung der Wohnung zur Befriedigung des dringenden Wohnbedarfs
  • Aufgabe der Rechte an der bisherigen Wohnung (Ausnahmeregelungen!)
  • Einkommensgrenzen
Einkommensgrenzen
Wohnbauförderungen für Private

Sanierungen in privaten Haushalten
Auch für Sanierungsmaßnahmen ist die Wohnbauförderung Salzburg wichtiger Ansprechpartner. Gefördert wird eine Reihe von Maßnahmen (siehe Tabelle). Das Förderungsansuchen muss neuerdings nicht mehr vor Baubeginn, spätestens jedoch sechs Monate nach Baubeginn eingereicht werden. Der Zuschuss wird frühestens nach Vorlage der saldierten Rechnungen und Feststellung der endgültigen Sanierungskosten ausbezahlt. Bei erfüllten Standards wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Wonbauförderungen Sanierung für Private

Energieförderungen
Mit weiteren Förderprogrammen unterstützt das Land Salzburg jene Haushalte und Unternehmen, die durch den Austausch oder die Erweiterung ihrer Heizsysteme zur Energieeffizienz oder durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Gesamtenergieeffizienz beitragen. Eine produktneutrale Energieberatung wird bei einer Pellets-, Hackgut- oder Scheitholzheizung mit 100 Euro gefördert.

Energieförderungen für Private
Klima.Bonus

Darüber hinaus zahlt es sich aus, bei der jeweiligen Gemeinde nachzufragen. Viele Gemeinden fördern Maßnahmen für erneuerbare Energien zusätzlich.

Weitere Energieförderungen für private Haushalte
Mit dem Klima.Bonus fördert die Salzburg AG Energieeffizienzmaßnahmen und unterstützt private Haushalte bei der Energiewende: beim Tausch einer Erdgas- oder Elektroheizung, bei der Fenstersanierung und dem Dämmen der obersten Geschoßdecke. Achtung Neuerung: Die letzten beiden Förderungen gelten ab 2019 nicht nur für Wärmekunden der Salzburg AG, sondern auch für Kunden, die ausschließlich ihren Haushaltsstrom über die Salzburg AG beziehen. (Siehe Tabelle)

Energieförderungen für Unternehmen
Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und Kosteneinsparung spielt auch auf betrieblicher Ebene eine große Rolle. Maßnahmen, die zu einer Verringerung der Umweltbelastung führen, sind oftmals teurer als konventionelle Lösungen. Förderanreize gleichen diese Mehrinvestition jedoch aus. Das Land Salzburg hat sich in der Leitstrategie „Salzburg 2050 klimaneutral.energieautonom.nachhaltig“ zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz und Versorgungssicherheit mit Energie unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu steigern.

Förderungen für Betriebe

Darüber hinaus bietet die Umweltförderung als Förderinstrument des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (www.bmnt.gv.at) mit Zuschüssen einen Anreiz zur Umsetzung von Investitionsmaßnahmen,

  • für die kein behördlicher oder gesetzlicher Auftrag existiert,
  • die einen positiven Umwelteffekt auslösen und
  • die aufgrund einer zu langen Amortisationszeit einen Anreiz zur Umsetzung benötigen.

Ziele der Förderung sind unter anderem die Reduktion von Treibhausgasen (v.a. CO2-Emissionen), die Steigerung der Energieeffizienz, die vermehrte Anwendung erneuerbarer Energieträger, die Vermeidung bzw. Verringerung von Luftschadstoffen (Staub, NOx, CO2, SO2, …), von gefährlichen Abfällen und Betriebslärm.
Anlaufstelle für die Umweltförderung ist die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC). Die Höhe der Förderung hängt jeweils ab von der Art der Investitionsmaßnahme, dem Ausmaß des erzielten Umwelteffekts und den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Ausgangspunkt für die Ermittlung der Förderungshöhe sind die „förderungsfähigen Investitionskosten“. Das sind jene Anteile der Investition, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erzielung des Umwelteffektes stehen. Die KPC bietet für Unternehmen laufend Förderungen in den unterschiedlichsten Bereichen: angefangen von Energiesparen über Luft, Lärm, Abfall, Mobilität, Strom, Wärme bis hin zu Wasser.

Weitere Förderungen für Betriebe
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Was macht einen Förderantrag erfolgreich?
Die Vielfalt an Förderungen und Förderstellen macht es für den Einzelnen schwer, den aktuellen Überblick zu bewahren. Experten unterstützen dabei, die jeweils geforderten Unterlagen vollständig, zeitgerecht und inhaltlich schlüssig für die Förderstelle aufzubereiten. Ein wesentliches Kriterium für die positive Förderbeurteilung ist die Einhaltung aller Fristen. Diese Experten übernehmen die antragsbezogene Terminverwaltung, geforderte Nachberechnungen sowie die Darstellung des Umwelteffekts, um eine erfolgreiche und rasche Abwicklung sicher zu stellen.

Gut unterstützt hin zur maximalen Förderhöhe
Technisches Wissen ist wesentlich für eine Fördereinreichung im Bereich der Energie- und Umwelttechnik. Die eigentliche Hürde für Betriebe ist jedoch zu oft der zeitintensive Prozess. Technische Projektdaten, Energiebilanzen, Nachforderungen u.v.m. sind aufzubereiten. Dies ist mit entsprechender Erfahrung deutlich schneller und erfolgsversprechender zu bewerkstelligen. Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich Karl Gruber mit innovativen Energiekonzepten und Förderungen. Im Jahr 2010 wurde er vom Umweltministerium für seine umfassende Beratungskompetenz im Energiebereich im Rahmen der Klimaschutzinitiative „klima:aktiv“ ausgezeichnet. „Das Gebot der Stunde lautet: Effizienz. Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Schadstoff-Emission und weniger CO2. Das schont das Klima und die Geldbörse. Praktisch in jedem Lebensbereich ist es möglich, durch einfache Maßnahmen Energie und damit Geld zu sparen.“ In Grubers langjähriger Tätigkeit in diesem Bereich für private Haushalte und Betriebe steht der verantwortungsbewusste Umgang mit vorhandenen Ressourcen im Vordergrund.

Hilfreiche Links

  • Land Salzburg: www.salzburg.gv.at; www.energieaktiv.at; www.wbf-rechner.salzburg.at
  • Salzburg AG: www.salzburg-ag.at
  • Umweltservice Salzburg: www.umweltservicesalzburg.at
  • Kommunalkredit Public Consulting: www.umweltfoerderung.at
  • Klima- und Energiefonds: www.klimafonds.gv.at
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Ihr Erfolgsweg gruber_portrait

  1. Umfassende Beratung: Maßnahmenvorschläge, Amortisation, Förderüberblick
  2. Fördermanagement: Unterstützung bei der Fördereinreichung bis zur positiven Beurteilung
  3. Investitionsförderung lukrieren, Maßnahme umsetzen
  4. Betriebskosten dauerhaft einsparen und Umwelt schützen

InnovationsCoaching
Prof. Dipl.-Ing. Karl Gruber
Tel. +43 (0) 676 / 54 66 301
office@innovationscoaching.at

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