kraftplaetze

Dem Glück auf der Spur

Es gibt Orte und Plätze, an denen man sich einfach wohl fühlt, die einem den Atem rauben ob ihrer Schönheit oder die einen ganz still und leise in sich kehren lassen. Es gibt Orte, die eine solche Energie ausstrahlen, dass sie schon seit Tausenden von Jahren als Kraftplätze bekannt sind.
Ein Artikel von Doris Thallinger

An manchen Flecken, das muss man zugeben, ist die Welt einfach ein bisschen schöner. Und eines dieser Fleckerl ist das Salzkammergut. Mit 76 der schönsten Seen Österreichs, markanten Bergen und einer facettenreichen Landschaft, mit Kultur, Brauchtum und Tradition, scheint das Glück hier allgegenwärtig zu sein. Tatsächlich haben sich vor einigen Jahren ein paar besonders gefühlvolle Menschen auf die Suche gemacht – nach den Glücksplätzen im Salzkammergut. 212 Glücksplätze sind es, die das Salzkammergut bereichern.

Glücksplätze im Salzkammergut
Einen Glücksplatz oder Kraftort zu beschreiben, fällt oft nicht so leicht. Es sind einzigartige Plätze, die zur Selbstfindung aufgesucht werden, sie unterstützen die Reise ins Innerste und rufen besondere Energien in uns hervor. Vielleicht wecken diese Plätze auch angenehme Erinnerungen in uns, symbolisieren markante Einschnitte im Leben und lassen uns pure Freude spüren. Oft ist es ein Wunder an Schönheit, das die Natur zustande gebracht hat, oft ist es ein Ort, der vielleicht aufgrund seiner Erdstrahlung besondere Wirkungen auf uns Menschen hat, oft sind es schicksalshafte Ereignisse, die einem Ort seine Kraft verliehen haben. Die Autoren des Wanderatlas „Salzkammergut – Energie für mich“ haben die Glücksplätze in drei Kategorien eingeteilt:

Naturplätze
Glücks- und Kraftplätze, die die Natur geschaffen hat, zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Schönheit, besonders prägnante Formen, oftmals bizarre Gestaltung und eindrucksvolle Aussichten aus. An Naturplätzen ist das Verhältnis der vier Elemente – Luft, Erde, Feuer und Wasser – meist in einem ausgewogenen Verhältnis, was im Menschen ein besonders harmonisches Wohlgefühl hervorruft.

Sagenplätze
Manche dieser Sagenplätze wirken auf den ersten Eindruck relativ unspektakulär und geben ihre Besonderheit anfangs nicht so leicht zu erkennen. Kennt man jedoch das alte Wissen und die Geschichten, die sich um diese Plätze ranken, erkennt man auch die Kraft und Symbolik, die von diesen ausgeht.

Sakrale Plätze
Heute sind meist christliche Bauten auf alten, sakralen Plätzen zu finden. Kirchen, Kapellen, Klöster oder auch Marterl und Bildstöcke wurden oft an Orten errichtet, die bereits frühere Kulturen als Kraft- und Kultstätten erkannt hatten. So finden sich unter vielen Kirchen noch Fundamente von römischen Ruinen, die wiederum oftmals Kraft- und Ritualplätze der Kelten zu ihren Kultstätten machten.

Auf den Spuren des Heiligen Wolfgang
Der Wolfgangsee ist für sich ein Naturjuwel, das das Herz höher schlagen lässt. Die Orte am Ufer verbindet allesamt eine eigene Idylle, die Kraft schenkt. Eine besonders schöne Wanderung führt von St. Gilgen über den Falkenstein nach St. Wolfgang. Neben spektakulären Aussichten und idyllischen „Gschmå Platzln“ am See, kann man auf dieser Route gleich vier Glücksplätze passieren. Der Weg führt erst vorbei an pittoresken Häusern und Gärten, schließlich wandert man am türkisblauen Wasser bis nach Fürberg. Der Weg zum Falkenstein führt nun zwar nach links – zuvor wollen wir jedoch das Ochsenkreuz und das Hochzeitskreuz besuchen, zwei Sagenplätze direkt am Ufer, bzw. auf einem Felsen im See. Der Weg dorthin führt zum Teil direkt am Ufer, zum Teil über sanften, weichen Waldboden. Kleine Buchten und viele romantische Aussichten liegen auf der Strecke und berühren die Seele, noch bevor man die eigentlichen Glücksplätze erreicht. Der Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, bevor man sich dann an den Aufstieg zur Falkensteinkirche macht. Diese ist ein enormer Kraftplatz und ein kultisch bedeutsames Naturheiligtum samt Quelle, Höhle, Spurstein und Felsritzungen. Die Kultstätte wird heute noch von vielen Pilgern besucht – die Erdstrahlen und die rechtsdrehende Quelle wurden von mehreren Rutengängern und Pendlern bestätigt. Über den „Gipfel“ des Falkenstein, von dem man einen atemberaubenden Ausblick genießt, führt der Weg schließlich über Ried nach St. Wolfgang, wo den glücklichen Wanderer als vierter Kraftort die Wallfahrtskirche zum Heiligen Wolfgang mit kultisch bedeutsamem Steinheiligtum erwartet.

Kraft alter Kultstätten
Im gesamten Salzkammergut findet man Kirchen und Sakralstätten, die unbedingt einen Besuch wert sind, wie unter anderem die Dorfkirche Gößl in Grundlsee mit ihrer besonderen Geschichte, die Pfarrkirche Grünau im Almtal, die Johannesbergkapelle am Johannesberg in Traunkirchen, die Lindenbauernkapelle in Zell am Moos am Irrsee, aber auch der Keltenhügel in Oberhofen am Irrsee. Zwei besondere Kirchen verbindet man übrigens mit der Wanderung vom Ortszentrum Mondsee (Basilika St. Michael) auf den Kolomansberg zur Kolomanskirche, der ältesten Holzkirche Österreichs.

Falkensteinkapelle

Kult- und Sakralplatz Falkensteinkapelle

Foto: WTG/H.Wieser
Romantik-Fuschlsee
Foto: Fuschlseeregion/Wildbild
Basilika-Mondsee

Die Basilika in Mondsee

Foto: www.mondsee.at
Frühling-Wolfgangsee
Foto: WTG/Wolfgang Trautner
Ochsenkreuz

Das Ochsenkreuz im Wolfgangsee

Foto: WTG
WolfgangseeSchifffahrt
Foto: Wolfgangseeschifffahrt
Yoga-Sonnenuntergang
Foto: Wildbild

Mystisches Wasser
Auch in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut ist das Glück allgegenwärtig. Besonders dem Hallstätter See werden tiefe mystische und emotional reinigende Kräfte nachgesagt. Kraftvolle Glücksplätze dieser Region sind außerdem das Löckermoos und das Wildfernloch in Gosau, das Goiserer Seeplatzl in Bad Goisern oder – zurück in Hallstatt – der Waldbachstrub Wasserfall. Gerade in Verbindung mit Wasser wären unzählige Plätze aufzuzählen, am Almsee, Altausseer See, Grundlsee und Toplitzsee, und natürlich am Attersee – nicht umsonst haben sich hier so viele Künstler inspirieren lassen.

Sommerfrische
Das Wort Sommerfrische verbindet man automatisch mit dem Salzkammergut, und hier insbesondere mit der Kaiserstadt Bad Ischl. Die positiven Energien haben schon Sisi und Franz Josef gespürt. Auch außerhalb der Kurstadt gibt es etliche Kraftorte zu entdecken, wie den Einsiedlerstein am Siriuskogel, den Hohenzoller Wasserfall, die Ruine Wildenstein oder das Schlüsselloch.

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