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Woher kommt unser Mehl?

Der Advent naht – und damit die Zeit des Kekserlbackens. Beim Einkauf ist uns allerdings kaum bewusst, dass die Hauptzutat für unsere Kekse direkt vom Feld stammt.
Ein Artikel von Natalie Zettl

DIE SALZBURGERIN hat sich mit „Land schafft Leben“ auf die Spur des österreichischen Mehls – eines der wichtigsten Kohlenhydratlieferanten für die menschliche Ernährung – begeben.

Foto: Adobe Stock

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Wie viel Österreich steckt in unserem Mehl?

Mehlgetreide Nummer Eins in Österreich ist Weizen: Drei Viertel des Mehls werden aus Weizen gemacht, der Rest stammt aus Roggen, Dinkel, Emmer, Einkorn, Hafer oder Gerste. In Österreich gibt es 99 Mühlen. Angebaut wird österreichisches Mehlgetreide hauptsächlich in Ober- und Niederösterreich sowie im Burgenland. Die Mühlen rund um die drei größten Städte des Landes – Wien, Graz und Linz – werden auch mit Getreide aus der näheren Umgebung versorgt, sodass heimisches Mehl als sehr regionales Produkt in den Handel kommt. Branchenschätzungen zufolge importieren wir rund 15 bis 20 Prozent des Getreides für Mehl und Gebäck aus dem Ausland. Zugleich wird etwa die Hälfte des heimischen Brotweizens exportiert. Da Abnehmer im Ausland bereit sind, einen höheren Preis für gute österreichische Qualität zu zahlen, finden die besten Weizenkörner häufig den Weg nach Italien. Generell werden Mehle aus Rohstoffen unterschiedlicher Qualitäten zusammen gemischt, um eine durchgängig hohe Backfähigkeit zu gewährleisten. Interessant ist, dass der Bio-Boom der letzten Jahre in der heimischen Landwirtschaft dazu führte, dass viel mehr Bio-Getreide erzeugt als nachgefragt wird. Deshalb wird ein großer Teil des Bio-Getreides ins Ausland abgesetzt oder gar unter konventionellem Label verkauft.

Weizen, Gluten, Vollkorn – (k)eine Frage der Gesundheit

Weizenmehl ist aufgrund seiner hervorragenden Backeigenschaften am beliebtesten. Weizen hat nämlich von allen Getreidearten die beste Eiweißzusammensetzung für lockere, voluminöse Gebäcke. Definitiv gesünder wäre es jedoch, öfter zu Vollkornmehl zu greifen, da hier, wie der Name schon sagt, das ganze Korn vermahlen wird. Somit sind alle Inhaltsstoffe des Korns im Mehl enthalten – und damit auch mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. „Generell empfiehlt es sich, immer wieder zu anderen Getreidesorten zu greifen“, so „Land schafft Leben“-Obmann Hannes Royer. „Wir haben in Österreich eine große Vielfalt. Diese zu nutzen, bringt geschmackliche Abwechslung auf den Speiseplan. Nicht nur jetzt zur Kekserlzeit sollten wir beim Grundnahrungsmittel Mehl auf österreichische Qualität achten.“

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