Von Pfauen und der Rübe Paula

Ein Artikel von Bernhard Robotka

Foto: Bernhard Robotka

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Im Zivilberuf ist Tobias Jäger Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, doch ein Hinweis in seinem Lebenslauf macht neugierig auf mehr. „Mit viel Liebe und Zuneigung als uneheliches Kind in Salzburg aufgewachsen.“ Für den Elsbethener soll das ein besonderes Dankeschön an seine Mutter für eine wunderbare Kindheit sein. „Mir hat es an nichts gefehlt und für meine Mutter war es in der damaligen Zeit als Alleinerzieherin sicherlich nicht leicht.“
Der Berufswunsch, Arzt zu werden, war schon in der Schulzeit da, aber auch der Drang zum Malen. „Ich habe begeistert expressionistisch gemalt, dann ist es eher untergegangen. Seit drei Jahren beschäftige ich mich wieder intensiv mit der Malerei.“ Ganz ohne Malkurs, lieber holt sich Tobias Jäger seine Inspirationen in Gesprächen mit Künstlern und auch über Instagram. Die Malerei aber alleine ist es nicht, sondern der Arzt hat auch eine kabarettistische Ader in sich. Ständig trägt er ein Notizbuch mit sich herum, um seine Einfälle gleich aufzuschreiben. Sein Vorbild hat er nicht in den aktuellen Comedians, sondern ihn fasziniert mehr der Wortwitz von Helmut Qualtinger.
Die Vision von Tobias Jäger ist eine Verbindung zwischen Malerei und Kabarett, der Schwerpunkt liegt aber ganz klar auf der Bildenden Kunst. Und er schätzt seine Freiheit als freier Künstler, weil er davon nicht leben muss. Sein laufendes Projekt sind Pfaue. „Ich male seit vier Monaten nur Pfaue.“ Warum kann er nicht sagen, aber zumindest gibt es zu seinem Beruf als Frauenarzt eine Verbindung, weil in vielen Kulturen der Pfau als Symbol der Liebe als perfekte Vereinigung von Mann und Frau angesehen wird.
Tobias Jäger hat viele Ideen, ist aber nicht enttäuscht, wenn er nicht jedes Projekt umsetzen kann. Vielmehr schöpft er Kraft aus fallengelassenen Ideen für andere Vorhaben. So schreibt der Vater von zwei Töchtern und einem Sohn seit vier Jahren mit seiner älteren Tochter Anna an einem Kinderbuch mit dem Titel „Die Rübe Paula will ans Meer“. Er schreibt die Texte und Anna zeichnet. „Dieses Projekt soll definitiv fertig werden.“

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