Wellness-Oase Sauna

Wellness-Oase Sauna

Draußen ist es rau und ungemütlich, Entspannung und Wärme werden jetzt immer wichtiger. Kamin und Wolldecke sind schon Ihre besten Freunde? Wir kennen da noch ein Rezept: eine eigene Sauna zu Hause.
Ein Artikel von Maria Riedler

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Sauna ist ein Langzeittrend und gesund für Körper und Seele. Eine Sauna ist heutzutage kein wuchtiger Holzklotz mehr, der im Keller versteckt werden muss. Die moderne Sauna zu Hause ist Platz sparend und oft sogar vom Designer entworfen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Sauna im letzten Winkel des Kellers ihr Dasein fristete – als Lückenbüßer unter dem Stiegenhaus oder als Nachbar des Heizkellers. „Glasklares Design, Schwitzen mit Durchblick, die Sauna als Teil des geöffneten, erweiterten Lebensraums – so sehen Saunatrends der nächsten Jahre aus“, meint Robert Kropf im „Das große Saunabuch“. Die Sauna verwandelt sich von der Holzkiste zum Designobjekt – und rückt damit in den unmittelbaren Lebensraum des Menschen vor. Saunen richten sich mittlerweile auch nach dem Stil und den Materialen des Hauses, meint der Autor in diesem Buch und zeigt, wie der Sauna-Innenraum mit dem Außenraum perfekt harmonieren kann. In einem großen Badezimmer ist die Sauna zu Hause genauso gut aufgehoben, wie auf dem ausgebauten Dachboden, in einem ungenutzten Raum nahe des Schlafzimmers, im Wintergarten oder im Garten selbst. Hauptsache, Dusche und Bad sind schnell zu erreichen und eine entsprechende Ruhezone findet auch noch Platz. Besonders schön ist es, wenn man von der Saunaliege aus durch große Glasscheiben in den Garten schauen kann – oder sogar aus der Sauna selbst. Entsprechende Design-Saunen mit Glasfront gibt es von vielen Herstellern.

Moderne Technik, altes Ritual

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„Design, Komfort, Multifunktionalität und Anpassungsfähigkeit lauten die Stichworte der Zukunft. Die Sauna wird mobil, ist unkompliziert und optisch ein Blickfang“, so Kropf. Mit der Smartsauna reagiert bereits ein Hersteller auf diesen Trend. Mit einer Kleinvariante von 1,5 Quadratmetern kann die kleinste Sauna in jedem gewünschten Raum aufgestellt werden und wird mit einem einfachen Anschluss an die Steckdose in Betrieb genommen. Trotzdem bleibt das Private Spa ein sehr persönlicher Bereich und es erfüllt den Wunsch, den Luxus eines Aufenthaltes im Spa oder in einem von der Außenwelt abschirmenden Hotelbad in die eigenen vier Wände zu holen. Wohnen und Regenerieren werden zu einem gemeinsamen Thema, das sich im Private Spa verwirklichen lässt.

Wem die finnische Sauna, der Schwitz-Klassiker mit bis zu 100 Grad, zu heiß ist, kann auch Kreislauf- und Blutdruck schonende Varianten wählen. Beispielsweise schwitzt man im Banja, dem russischen Dampfbad, bei nur 70 Grad. Dazu kommt, dass jene Badeformen, die vom Grundsatz her zusammen-passen, nun miteinander kombiniert werden können. Dabei muss man grundsätzlich zwischen einem keramischen Bad und einem mit Holz errichteten Baderaum unterscheiden. So können etwa Saunen, Biosaunen und Infrarotkabinen kombiniert werden. Der letzte Schrei ist eine Mischung aus Dampf und Sauna, genannt „Twogether“, eine vollwertige Sauna und ein vollwertiges Dampfbad in einem. Inzwischen ist die Angebotspalette an multifunktionalen Saunen so stark gewachsen, dass man praktisch „in einem Raum ein ganzes Universum an Anwendungen vorfinden kann“, versichert Robert Kropf. Vom Warmluftbad über das Tropenbad bis hin zum Aromabad und dem Softdampfbad – alles findet sich in einer Kabine. Design und Technik helfen aber nicht, wenn man die Sauna nicht richtig benützt: Deshalb bietet „Das große Saunabuch“ auch einen umfassenden Serviceteil mit vielen Tipps zur Gesundheit und Schönheit für den Mann und die Frau.

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Alternativen zur klassischen finnischen Sauna

Sanarium
Mischform aus Sauna und Dampfbad. Die Temperatur liegt bei 60 Grad, die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 45 Prozent. Das sanfte Schwitzen tut scheinbar selbst bei hohem Blutdruck gut. Manchmal vertiefen Vogelgezwitscher oder Farblichtwechsel den Wellness-Effekt.

Laconium
Die „kühle“ Abwandlung der finnischen Sauna wird nicht heißer als 55 Grad und hat eine geringe Luftfeuchtigkeit. Das Laconium regt die Durchblutung sanft an und mobilisiert die Abwehrkräfte.

Caldarium
Bei freundlichen 45 Grad plus feuchten Kräuterdämpfen stehen Entspannung und Regeneration im Vordergrund. Die Haut und Atemwege werden gereinigt, Muskelverspannungen lösen sich.

Tepidarium
Bei einer Raumtemperatur von 30 bis 40 Grad spielt Zeit keine Rolle. Stundenlang lässt es sich – den Kreislauf schonend – auf den warmen Kacheln aushalten – vor der Sauna oder danach.

Russische Sauna
In den Banjas werden die Ofensteine nur auf 60 Grad geheizt, die häufigen Wasseraufgüsse sorgen für feuchtes Tropenklima. Sanftes Abpeitschen mit in Wasser eingetauchten Birkenreisigbündeln durchblutet die Haut.

Dampfbad
Schon die alten Griechen ließen Dampf in der idealen Kombination aus Wärme (45 Grad) und Luftfeuchtigkeit (100 Prozent) ab. Das feuchtwarme Klima entspannt, pflegt, macht eine rosige Haut und reinigt vor allem die Atemwege optimal.

Hamam
Die angenehm feuchte Wärme des Hamam tut selbst Menschen mit Kreislaufproblemen oder erweiterten Äderchen gut. Bei milden 45 Grad wird der Körper in 20 bis 30 Minuten langsam erhitzt. Auf einem vorgewärmten Marmorblock folgen eine Seifenmassage und ein sanftes Peeling mit einem Ziegenlederhandschuh. Zwischendurch „schockt“ der Bademeister die Haut mit kalten Güssen – bis zum Schluss alles porentief rein ist.

Rasulbad
Das Zeremoniell aus der arabischen Badewelt ist eine gepflegte Schlammschlacht. In der Sauna wird der Körper mit verschiedenen Tonerdepasten eingerieben. Kräuterdampf erhitzt den Raum auf 50 Grad, die Luftfeuchtigkeit steigt auf 80 Prozent an. Durch das Verreiben der Schlämme werden Hautschüppchen gelöst. Eine warme Dusche spült die Haut anschließend sauber, bevor sie mit pflegenden Ölen eingerieben wird.

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